Die schönsten Kraftorte im nördlichen Schwarzwald

Interview mit der Buchautorin Birgit-Cathrin Duval

Der nördliche Schwarzwald ist rau, wild und umrankt von Mythen. Die Fotografin und Buchautorin Birgit-Cathrin Duval hat den Nordschwarzwald sowie viele seiner Kraftorte bereits gespürt und erlebt.

In ihrem Buch „Kraftorte im Schwarzwald, Wandern im Nördlichen Schwarzwald und Nationalpark“ hat sie all diese Eindrücke festgehalten. Im Podcast erzählt sie uns, welche Highlights im Nordschwarzwald es ihr besonders angetan haben.

Der Wilde See im Nationalpark Schwarzwald

Hohe Tannenwälder, Dschungelpfade durch den Bannwald, unheimliche Moorseen, Wasserfälle in tiefen Schluchten und eisige Stürme auf der Hornisgrinde: Der Nordschwarzwald hat eine wilde wie dunkle Seite an sich.

Doch nicht nur die Wildnis beeindruckt, sondern auch all die Mythen, die sich um viele der sogenannten Kraftorte ranken. Wie auch bei einem der schönsten Karseen Nordschwarzwalds im Naturschutzgebiet Wildsee – Hornisgrinde. In „Kraftorte im Schwarzwald“ beschreibt Birgit-Cathrin Duval diesen Ort wie folgt:

Am Ufer des Wilden Sees spüre ich den Pulsschlag des wilden Waldes. Ich erkenne mich als Teil des allumfassenden Lebenskreislaufes. Ich spüre eine Leichtigkeit und Klarheit. Auf wundersame Weise beginnt ein neuer Rhythmus. Ich komme vom müssen in das „ich darf sein“. Ich bin Offline. Vergessen ist der Alltag, die Geschäftigkeit, all die Dinge, die es zu Erledigen gilt. Ich öffne mich meiner unmittelbaren Umgebung. Ich sehe, höre, rieche, atme tiefer, bewusster. Am Ufer des Wilden Sees sitzend schließe ich die Augen und bin im Reinen. Mit mir, mit der Welt. Für einen Moment bleibt die Zeit stehen und nichts ist wichtiger als dieser eine gegenwärtige Augenblick.

© Birgit-Cathrin Duval

Die Heidenkirche bei Oberharmersbach

Neben den wilden, gibt es auch noch die geheimnisvollen Kraftorte. Birgit-Cathrin Duval ist auf ihren Expeditionen im Nordschwarzwald so manchem unerklärlichen Phänomen begegnet. Das mysteriöse blaue Schimmern bei der Felsformation Heidenkirche in Oberhamersbach ist eines davon. In ihrem Buch beschreibt die Autorin diese Szene:

Ich richte mein Stativ und montiere die Kamera, um die Felsnische zu fotografieren. Aber was ist das? Im Display meiner Kamera sehe ich ein blaues Licht! Mit bloßem Auge ist es nicht zu erkennen. Auch an anderen Stellen in der Heidenkirche nicht. Nur hier, in dieser Felsnische, zeichnet sich oben in der Felsdecke ein nebliger blauer Lichtschimmer ab.

© Birgit-Cathrin Duval

Das Auerhuhn im Nordschwarzwald

Wer das Glück hat, einen Auerhahn zu erspähen, sollte sofort die Kamera zücken. Die vom Aussterben bedrohte Vogelart ist ist tatsächlich noch im Nördlichen Schwarzwald beheimatet. Der Fotografin Duval gelang ein einmaliges Bild, dessen Entstehungsgeschichte in ihrem Wander- und Erlebnisführer gut dokumentiert ist:

Das Auerhuhn benötigt lichte Nadelwälder und ernährt sich am liebsten von Heidelbeeren. Wir befinden uns in Auerhuhngebiet. Vielleicht bekommen wir einen der prächtigen Vögel zu Gesicht, denn in der Nähe wurde häufiger ein Hahn gesichtet. Und tatsächlich, der Ranger hat den Auerhahn mit dem Fernglas erspäht. Er gibt ein Handzeichen, wir sollen uns ruhig verhalten. Da, jetzt sehen wir ihn. Seine dunklen Schwanzfedern heben sich deutlich von den von der Sonne beschienenen Heidelbeersträuchern ab.

© Birgit-Cathrin Duval

Haben wir dein Interesse geweckt? Auf der Homepage von Birgit Cathrin-Duval findest du weitere Informationen zu ihrem Schaffen.

Das Buch “Kraftorte im Schwarzwald, Wandern im nördlichen Schwarzwald und Nationalpark” gibt es in jeder gut sortierten Buchhandlung oder bei Amazon.

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